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Thema dieser Seite: Ernährung

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Eine gesunde Ernährung ist prinzipiell immer von Vorteil, besonders aber, wenn man unter einer chronischen Erkrankung leidet. Die richtige Ernährung und eine vernünftige Lebensführung beeinflussen viele chronische Erkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber-, Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.

Eine besondere Diät ist jedoch bei einer chronischen Hepatitis nicht notwendig, solange die Leber ihre vielfältigen Aufgaben gut erfüllt. Einschränkungen werden etwa notwendig bei fortgeschrittener Leberzirrhose, wenn also die Leber die angebotenen Nährstoffe nicht mehr richtig oder nur sehr eingeschränkt verarbeiten kann und ihre Entgiftungsfunktion nur noch schlecht ausführen kann.

Man weiß heute, aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch aus der praktischen Erfahrung heraus, dass durch Diäten keine Besserung oder Heilung zu erzielen ist, ja sogar oftmals sogar eine Mangel- oder Fehlernährung begünstigt wird.

Deshalb gilt heute die Regel: Erlaubt ist, was vertragen wird. Zumeist wird eine leichte Vollkost empfohlen.

Wie sieht eine gesunde, vollwertige Ernährung (leichte Vollkost) aus?
Mit der leichten Vollkost werden keine therapeutischen Effekte erzielt, sondern sie dient dazu, Beschwerden wie Druck- und Völlegefühl, Schmerzen, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall zu vermeiden.
Diese Ernährungsweise unterscheidet sich von der normalen Vollkost dadurch, dass alle Lebensmittel, die nicht oder schwer vertragen werden, weggelassen werden. Hierfür gibt es Erfahrungswerte. Allerdings ist es auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich und jeder muss selbst ausprobieren, welche Speisen er gut toleriert und welche Probleme bereiten.
Auch die Art der Zubereitung kann eine Rolle spielen. Stark gebratene Speisen sind zum Beispiel schwerer verdaulich als gedünstete Lebensmittel.
Empfohlen werden folgende Zubereitungsarten: dünsten, dämpfen, grillen, in der Folie garen, in der Mikrowelle gegart.
Fette und ballaststoffreiche Speisen verweilen länger im Magen und werden langsamer verdaut. Sie können auch bei Gesunden zu Beschwerden wie Magendruck, Völlegefühl und Blähungen führen. Für die Verträglichkeit ist die Verweildauer der Nahrung im Magen von entscheidender Bedeutung. Diese hängt unter anderem vom Fettgehalt und der Konsistenz der Speisen ab, aber auch von der Motorik des Magens. Eine kurze Verweildauer haben alle flüssigen und dünnbreiigen Speisen, ebenso wie Getränke, Suppen und Soßen.
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Leichte Vollkost
Eine gesunde Ernährung sollte abwechslungsreich und vollwertig sein.
Die Nahrung wird in 7 Hauptgruppen eingeteilt.
1.Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln
2.Gemüse und Hülsenfrüchte
3.Obst
4.Getränke
5.Milch und Milchprodukte
6.Fisch, Fleisch, Eier
7.Fette und Öle.
Süßigkeiten sind hierbei absichtlich nicht erwähnt, weil der Körper darauf gut verzichten kann. Zuckerwaren enthalten nur noch leere Kalorien, also ohne jeglichen Nährwert.
Unsere Ernährung ist dann abwechslungsreich und vollwertig, wenn der Speiseplan Nahrungsmittel aus allen 7 Gruppen enthält.
Die verschiedenen Speisen liefern Nährstoffe in unterschiedlicher Menge. Eiweiß, Fett, Kohlehydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Ballaststoffe und Wasser in ausgewogener Zusammensetzung sind Voraussetzung, die vielfältigen und wichtigen Funktionen im Körper zu erfüllen. Empfohlen wird: Täglich reichlich Lebensmittel aus den Gruppen 1-5. Weniger Lebensmittel aus den Gruppen 6 und 7.
Lebensmittel aus Gruppe 6 sollen konsequent abgewechselt werden, wobei Seefisch den Vorzug gegeben werden soll.

Ein Beispiel einer Zusammenstellung der Nahrungsmittel für einen Tag :
aus der Gruppe 1: ca. 5 Scheiben Brot pro Tag und 1 Port. Nudeln oder Reis oder 1 Port. Kartoffeln pro Tag
aus der Gruppe2: mindesten 1 Port. Gemüse (ca. 200g) und 1 Port. Salat (ca. 80g) pro Tag
aus der Gruppe 3: mindesten 2 Portionen Obst pro Tag (1 Port. = 1Stück bzw. 1 Handvoll)
aus der Gruppe 4: mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag in Form von Wasser, verdünnten Fruchtsäften, stilles Wasser, Kräuter- oder Früchtetees
aus der Gruppe 5: 1/4 l fettarme Milch und 3 Scheiben Käse
aus der Gruppe 6: täglich 1 Portion aus dieser Gruppe abwechselnd: (max. 2 mal pro Woche 1 Port. Fleisch (je 150g) max. 2 mal pro Woche Wurst (je 50g) max. 2mal wöchentlich Seefisch (je 150g) pro Woche bis zu 3 Eiern)
aus der Gruppe 7: höchstens 40g Streich- oder Kochfett pro Tag (=2 Eßlöffel Butter oder Margarine und 1 Eßl.Öl)

Es folgt nun eine Aufzählung, welche Nahrungsmittel geeignet sind und welche besser vermieden werden sollen.
Fleisch und Wurst:
Empfohlen: Huhn, Pute, mageres Schweine- und Rindfleisch, Ente, Rebhuhn, Fasan,Wild, Geflügelwurst, magerer Schinken.
Vermeiden: Eisbein, Schnitzel, Bratwurst, Speck, Dörrfleisch, paniertes Fleisch, Gans, stark gesalzener Schinken, Sülze, Pasteten, Blut-, Leber-, Griebenwurst.
Fisch:
Empfohlen: Schellfisch, Rotbarsch, Seelachs, Scholle, Kabeljau.
Vermeiden: Hering, Karpfen, panierter Fisch, Aal, Makrele, Fischkonserven, Ölsardinen,Thunfisch in Öl.
Obst und Gemüse:
Empfohlen: Kohlrabi, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Spargel, Chicoree, Fenchel, Spinat, Endivien, Kopfsalat, Feldsalat, rote Beete, Zucchini, Tomaten, Äpfel, Aprikosen, Bananen, Orangen, Mandarinen, Kiwis, Pfirsiche, Erdbeeren, Birnen.
Vermeiden: Zwiebeln, Erbsen, Bohnen, Linsen, Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Rosenkohl, frittierte und gebratene Kartoffeln, Kartoffelsalat mit Mayo, saures Obst, unreifes Obst, überreifes Obst.
Milch und Milchprodukte:
Empfohlen: Frischkäse, junger Käse, fettarme Milch, Buttermilch, Joghurt, Magerquark.
Vermeiden: fetthaltiger Käse, unbehandelte Milch, Schmelzkäse, haltbare Milch,fertige Milchmixgetränke.
Eier:
Empfohlen: Eier in Speisen (nicht roh eingerührt), gekochtes Ei, Omelett und Pfannkuchen (fettarm gebacken).
Vermeiden: gebratene Eier (Spiegelei), Rührei mit Speck
Brot und Getreide:
Empfohlen: Vollkornbrot und Schwarzbrot, Mischbrot und Zwieback, Haferflocken, Nudeln und Reis (Vollkorn bevorzugen).
Vermeiden: Weißbrot, frisches Brot, Mais und Nüsse neigen zu Schimmelbildung.
Brotaufstriche:
Empfohlen: Honig kaltgeschleudert, pflanzl. Brotaufstriche, Fruchtaufstrich mit wenig Zucker.
Vrmeiden: Schoko-, Schokonusscreme, Erdnussbutter.
Gewürze:
Empfohlen: Jodsalz (sparsam), Curry (sehr milder), Paprika, Kümmel, Anis, Fenchel, Zimt, milder Senf, Obst-, Wein-, Balsamicoessig, Kräuter, frisch oder getrocknet
Vermeiden: Chili, Meerrettich, scharfe Gewürze.
Getränke:
Empfohlen: Mineralwasser mit wenig/ohne Kohlensäure, Früchte-, Kräutertee, verdünnter Frucht- und Gemüsesaft,wenig Kaffee.
Vermeiden: Alkohol ist absolut tabu, Getränke mit viel Kohlensäure; Limonade, Kaffee in großer Menge, Cola.
Süßes:
Empfohlen: Obstkuchen, Früchtejoghurt, einfaches Hefegebäck (Vorsicht Blähungen), Biskuitkuchen, Honig.
Vermeiden: Schoko, Pralinen, Marzipan, Nougat,Cremetorten, Kuchen mit viel Fett, Fettgebackenes (Krapfen), fertige Puddinge, Zucker.
Fett:
Empfohlen: Pflanzenmargarine, Olivenöl kaltgepresst, Weizenkeimöl, Sonnenblumen-, Distelöl, Butter (geringe Mengen).
Vermeiden: Butterschmalz, Backfett, Palm-, Kokosfett, Schmalz, Mayonaise.
Anmerkung zur H-Milch:
Das Thema H-Milch wird sehr kontrovers diskutiert und ich habe mir lange überlegt, ob ich es in die Tabelle schreiben soll.
Die Gegner sagen: H-Milch ist denaturiert. Die Eiweiße sind durch die Erhitzung auf ca. 135° für 3 Sekunden verändert, 20% der Vitamine sind zerstört. Durch die starke Erhitzung ist H-Milch ernährungsphysiologisch nicht mehr wertvoll. Bei der Herstellung werden nicht nur krankmachende Keime vernichtet, sondern auch die Milchsäurebakterien, die bei der Frischmilch die Gerinnung einleitet. Aus diesem Grund merkt man bei H-Milch nicht, wenn sie schlecht wird. Erst später bekommt sie einen bitteren Geschmack und darf dann auch nicht mehr verzehrt werden, da man dadurch Magen-Darm-Störungen bekommen kann. Deshalb ist eigentlich der Grund, dass man H-Milch verwendet wegen der längeren Haltbarkeit nicht richtig. Auch H-Milch kann nach Öffnung gekühlt max. 2 Tage gelagert werden. Ergo gilt unser Argument wegen der längeren Haltbarkeit H-Milch zu bevorzugen,nur noch der bequemeren Vorratshaltung. Ernährungswissenschaftler sagen, dass H-Milch generell minderwertig sei. Man vernichte erst alle Keime, damit natürlich auch die nützlichen, um diese dann wiederum z.B. Joghurt zuzusetzen (probiotisches Joghurt). Es werden sogar Spätfolgen beschrieben durch bestimmte Keime wie z.B. eine reaktive Arthritis oder ein Morbus-Chron-ähnliches Syndrom.
Befürworter behaupten nun, dass durch die Eiweißdenaturierung das Eiweiß "aufgeflockt" würde und somit ein Vorgang stattfände, der sowieso im Magen stattfindet und somit die H-Milch sogar leichter verdaulich wäre.
Vitamin B2 wäre in der H-Milch in gleicher Konzentration vorhanden wie in Frischmilch und Vitamin C würde zwar zerstört, aber es sei eh nicht viel in Milch drin.
Es wird sogar für Kinder empfohlen, manche meinen, es sei für Säuglinge sogar besser, wegen der fehlenden Keime.
Morbus Chron - Paienten wird auch H-Milch wegen der besseren Verträglichkeit empfohlen.
Vorteile der H-Milch: Lange Haltbarkeit und praktisch keimfrei. Allerdings auch bei H-Milch können sich bei geöffneter Packung eine Menge Keime ansiedeln.

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Eine spezielle Diät wird notwenig bei Einschränkung der Leberfunktion oder anderen Zusatzerkrankungen. An dieser Stelle möchte ich nicht näher auf spezielle Diäten eingehen, weil eine solche immer individuell geplant werden muß.
Sie sollten eine Diät mit ihrem Arzt absprechen oder sich von einer/m ErnährungsberaterIn oder Diätassistentin beraten lassen. Achten Sie dabei auf die Qualifikation des/r Berater(s)In. Viele nennen sich Ernährungsberater und wollen in Wirklichkeit nur teure Produkte verkaufen.
Das ist besonders wichtig, wenn Sie noch unter Zusatzerkrankungen wie z.B. Diabetes oder Morbus Crohn leiden.
Im folgenden möchte ich nur kurz aufzählen, in welchen Fällen eine besondere Ernährung notwendig ist.
* Fettleber: Wurde bei Ihnen eine Fettleber festgestellt, sollten sie eine behutsame Gewichtsreduzierung anstreben. Machen Sie keine der üblichen Diäten, weil es enorm darauf ankommt, was sie abnehmen: Muskelmasse oder Fett. Muskelmasse sollte aber auf keinen Fall abgebaut werden.
Übergewicht ist für den Verlauf der Krankheit nicht gut, weil dies zu einer Fettleber führen kann. Auch starkes Untergewicht führt zu einer schlechten Prognose und zu vermehrten Komplikationen.
Akute Leberentzündung: In diesem Stadium werden häufig Milchprodukte schlecht vertragen. Verzicht auf Milchprodukte.
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*Diabetes: Eine optimale Einstellung des Blutzuckers ist sehr wichtig. Ein hoher Blutzuckerspiegel führt zu vermehrten freien Fettsäuren im Blut. Dies begünstigt eine Fettleber.
Eisenspeicherkrankheit: Oft kommt es im Rahmen einer Hepatitis C zur Vermehrung des Speichereisens. Dies kann einen ungünstigen Einfluß auf den Verlauf der Erkrankung und auf eine Therapie haben. Unsicher ist, ob eine Reduzierung des Speichereisens tatsächlich eine positive Auswirkung hat, weshalb eine eisenarme Ernährung nicht empfohlen werden kann.
Dennoch sollte außerhalb der Ernährung keine zusätzliche Eiseneinnahme erfolgen. Achten sie deshalb darauf, dass Multivitaminpräparate nicht auch Eisen enthalten, denn dies ist häufig der Fall.
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* Ösophagusvarizen (Krampfadern in der Speiseröhre):
Um Verletzungen und somit Blutungen zu vermeiden, brauchen diese Patienten eine weiche Nahrung. Geeignet sind alle Suppen und Breikost. Nicht geeignet z.B ist Brot mit harter Kruste, Pommes frittes usw. Achten sie immer darauf, dass Speisen immer gut zerkaut werden.
ErnährungsberaterIn sind: Diplom OecotrophologInnen oder DiätassistentInnen oder
ErnährungswissenschaftlerInnen oder Diplom-IngenieurInnen für Ernährungs- und Hygienetechnik oder ÄrztInnen mit einer entsprechenden, von der Bundesärztekammer anerkannten Fortbildung im Bereich Ernährungsmedizin
Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Beratungskosten von ihrer Krankenkasse zum großen Teil, bei manchen Kassen sogar ganz übernommen. Lassen Sie sich von ihrem Arzt eine Verordnung ausstellen.
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Interessante Links:
Verband deutscherDiplom-Oecotrophologen: http://www.vdoe.de/
Hier finden Sie Ernährungsberater in ihrer Nähe http://www.quetheb.de/queadre.htm
Die AOK bietet gute Seiten für die richtige Ernährung: http://www.aok.de/index.php?&sid=
Ernährungsberatung in Rheinland-Pfalz: http://www.ernaehrungsberatung.rlp.de/
Deutsches Ernährungsforum: http://www.d-e-f.de/

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*Viele Betroffene, die eine Kombitherapie mit Interferon und Ribavirin machen haben Probleme, ihr Gewicht zu halten; d.h. sie nehmen zu stark ab.
Ich möchte ihnen einige Tipps geben, wie sie das vermeiden können. Außerdem leiden viele Betroffene unter einer starken Blähsucht (Blähungen), vor allem auch bei fortgeschrittener Zirrhose. Auch hier gibt es ein paar Hinweise, wie man dies vermeiden kann.

* Blähsucht: Die Leber entgiftet unsere Gase aus dem Darm. Deshalb ist es in allen Stadien wichtig, Blähungen möglichst zu vermeiden, besonders aber bei einer dekompensierten Leberzirrhose. Eine kranke Leber ist nicht mehr in der Lage, diese Gase zu entgiften. Diese kommen über den Darm ins Blut und gehen in die Leber. Besonders schlecht ist das Ammoniak. Ammoniak entsteht beim Abbau von Eiweiß im Darm.
Generell sollen Blähungen vermieden werden, damit die Leber nicht belastet wird.
Maßnahmen: Vermeiden von blähenden Speisen. Ballaststoffreiche Kost (ausgeschlossen Hülsenfrüchte). Zur Unterstützung eventuell Einnahme von Lactulose .
Ballaststoffe sorgen im Darm dafür, dass die Bakterien verstäkt arbeiten, die die Bakterien, die das Ammoniak produziert, verdrängen. Außerdem wird der Darminhalt schneller trnsportiert. Je länger der Darminhalt im Darm verweilt, desto mehr Bakterien können sich entwickeln.
Günstig ist, wenn die Magen-Darm-Passage innerhalb eines Tages vonstatten geht. Bei einer Leberzirrhose wird ein dreimaliger Stuhlgang pro Tag angestrebt, jedoch darf es nicht zu Durchfall kommen. (Zum Vergleich: Normal ist eine Frequenz von täglich bis zu zweimal pro Woche).
Laktulose ist ein Zweifachzucker. Es besteht aus Fruchtzucker und Galactose (Schleimzucker). Lactose wird künstlich hergestellt. Die Lactulose wirkt genauso wie Ballaststoffe, indem sie von bestimmten Bakterien verstoffwechselt wird. Dadurch werden die schlechten Bakterien verdrängt. Sie wird nicht im Darm von unserem Körper aufgenommen. Laktulose sorgt für einen schnellen Transport des Darminhaltes und sorgt für ein saures Milleu im Darm, welches wichtig ist, damit die anderen Bakterien sich nicht vermehren können. Lactulose gibt es in der Apotheke als Granulat oder Sirup. Bitte sprechen sie mit ihrem Arzt ab, ob eine Einnahme für sie sinnvoll ist. Bei bestimmten Störungen muß auf Nebenwirkungen und Wechselwirkungen geachtet werden, wie z.B. bei Einnahme von Entwässerungsmitteln und bei bestimmten Herzerkrankungen, Magen-Darmerkrankungen usw.
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* Untergewicht infolge einer Therapie oder im fortgeschrittenem Stadium bei Leberzirrhose:
Nehmen sie kleine Mahlzeiten ein und dafür öfters. dadurch vermeiden Sie Völlegefühl. Achten Sie auf ausreichende Energiezufuhr. Wenn die normale Essensaufnahme gestört ist, kann eine vermehrte Energiezufuhr erreicht werden durch Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Anreicherungen mit hochkalorischen Nahrungsmitteln. Dazu eignet sich ein Zusatz von Traubenzucker oder Maltodextrin. Maltodextrin ist ein Zwischending zwischen Zucker und Stärke. Man kann es gut in Drinks oder Milch einrühren. Die Nahrung kann auch angereichert werden mit zusätzlicher Butter z.B. an Gemüse oder mit Sahne ( Pudding mit Sahne statt mit Milch kochen, extra Sahneportionen). Das gilt aber nur für Personen, deren Cholesterinspiegel nicht erhöht ist und die auch keine Fettleber aufweisen. Es gibt Spezialprodukte, die auch als Drinks eingenommen werden können. Informieren sie sich hierzu bei Ihrer Apotheke oder im Reformhaus.
Im Extemfall kann auch auf Trink- und Sondennahrung zurückgegriffen werden. Es gibt verschiedene Produkte, auch spezielle Produkte für Leberkranke. Dies wird bei Bedarf vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse bezahlt.
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*Untergewicht bei Leberzirrhose: Hier wird fettreiche und eiweißarme Nahrung bevorzugt.
Es wir z.B. Pudding mir einem Sahne-Wassergemisch gekocht statt Milch. Oder es gibt Leberwurstbrot. Also viele Dinge, die vorher nicht günstig waren. Das ist deshalb so, weil man einerseits die Energiezufuhr braucht, aber andererseits Eiweiß reduziert werden muß. Diese Ernährungsform ist recht schwierig. Bitte lassen sie sich hierzu von eine Ernährungsberaterin oder Diätassistentin beraten.
Nicht zulezt darf man vergessen, dass auch eine ausreichende Bewegung notwendig ist, um Muskeln vor dem Abbau zu schützen bzw. um Muskelmasse aufzubauen; auch hier gilt: nicht die Fettpolster sollen angereichert werden, sondern die Muskelmasse soll zunehmen. Nur das garantiert ausreichend Energie.
Schauen sie sich zu diesem Thema den entsprechenden Tread in unserem Forum an.
Betroffene haben schon vieles ausprobiert und kleine Tricks herausgefunden, das Gewicht zu steigern bzw. zu halten und auch den Appetit anzuregen.
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Danksagung: Die Erstellung dieser Seiten wurde mir ermöglicht durch den Ernährungslehre-Unterricht im Rahmen meiner Ausbildung zur Krankenschwester. Ein Dankeschön an Sr. Elisabeth.
Während meiner Reha in Mölln fand ein Ernährungstag statt. Modell-Lehrklinikprojekt "klinische Ernährungsmedizin". Dort lernten wir die richtige Zusammensetzung unserer Nahrung kennen und haben anschließend das Erlernte in der Praxis erprobt. Dies war der erfolgreichste Tag der ganzen Reha. Ein Dank an die Ernährungsberaterin der Klinik Föhrenkamp.
Nicht zuletzt verdanke ich meine Kenntnisse Karin Maucher, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK Ludwigshafen,
die in unserer Gruppe einen interessanten Vortrag hielt.

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